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70 Jahre KOBV – Der Behindertenverband

Festakt zum Jubiläum der Interessenvertretung von Menschen mit Behinderungen im Burgenland.

Festakt im Haydnkonservatorium in Eisenstadt anlässlich
70-Jahre KOBV – der Behindetenverband Burgenland
© KOBV, Fotograf Peter Tuma

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Am 25. Oktober 2016 fand im Haydnkonservatorium in Eisenstadt die 70-Jahrfeier des KOBV statt. Im festlichen Rahmen wurde sowohl der Toten gedacht als auch das Leben gefeiert. Landtagspräsident Christian Illedits lobte das Engagement der Funktionärinnen und Funktionäre für Kriegsopfer und Menschen mit Behinderungen und zeichnete 22 Obleute von Ortsgruppen mit der Goldenen Medaille beziehungsweise mit dem Verdienstkreuz des Landes Burgenland aus.

Landtagspräsident Christian Illedits © KOBV, Fotograf Peter Tuma

Vor 190 Festgästen hebt Landtagspräsident Christian Illedits die politischen Leistungen des KOBV besonders hervor: „Vieles hat sich in den letzten 70 Jahren für Menschen mit Behinderungen verbessert und entwickelt. Die größte Aufbauarbeit dafür haben die Kriegsopfer geleistet, denen wir dadurch zu besonders großem Dank verpflichtet sind. Für uns Politiker ist und bleibt es wichtig auf jene zu hören, die in unserer Gesellschaft Hilfe und Unterstützung benötigen. Der KOBV ist eine besonders starke Stimme für diese Menschen in unserem Land. Er zeigt auf, wo Handlungsbedarf besteht und ist selbst bereit, aktiv an der Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen mitzuarbeiten.“

Das Motto des KOBV „Gemeinsam stärker“

Der Präsident des KOBV, Mag. Michael Svoboda betont: Viele Errungenschaften, die allen Menschen mit Behinderungen in unserem Land das Leben erleichtern, wurden seit der Gründung des KOBV im Jahre 1946 durch die engagierte Arbeit der Kriegsopfer geschaffen. Heute ist der Tag dies zu feiern, aber auch der Tag daran zu erinnern, dass wir nur durch dieses gemeinschaftliche Arbeiten so weit gekommen sind. Gemeinsam haben wir eine starke Stimme und werden gehört!“

Mag. Michael Svoboda, Präsident KobV © KOBV, Fotograf Peter Tuma

Vom Kriegsopfer- zum Behindertenverband

Am 20. Juli 1946 wurde der KOBV als Kriegsopferverband im Burgenland gegründet. Durch die Betreuung vieler Menschen mit kriegsbedingten Behinderungen entwickelte sich im Verein ein ganz spezifisches Know How zum Thema der Behinderungen. Seit 1975 steht der KOBV allen Menschen mit Behinderungen, gleich welcher Art und Ursache, offen.

KOBV – eine starke Stimme und helfende Hände

„Rechtsansprüche alleine genügen nicht, um die Lage von Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Es bedarf auch umfassender Information, damit alle Ansprüche erfolgreich genützt werden können. Der KOBV – Der Behindertenverband verfolgt seit nunmehr 70 Jahren das Ziel, Kriegsopfern und Menschen mit Behinderungen durch seine vielfältigen Serviceangebote ein bedürfnisorientiertes, selbstbestimmtes und sozial integriertes Leben zu ermöglichen“, erklärt KOBV-Vizepräsident Mag. Rudolf Halbauer.

Mag. Rudolf Halbauer, Vizepräsident KOBV © KOBV, Fotograf Peter Tuma

Der KOBV-Der Behindertenverband zählt aktuell 3.968 Mitglieder im Burgenland. 784 ehrenamtlich tätige Funktionärinnen und Funktionäre betreuen die Mitglieder in den über 80 KOBV-Ortsgruppen, oft tagtäglich. Neben der persönlichen Mitgliederbetreuung werden die KOBV-Mitglieder kostenlos in Sozial- und Behindertenrechtsangelegenheiten vor Ämtern, Behörden, den Arbeits- und Sozialgerichten sowie dem Bundesverwaltungsgericht durch die KOBV-Sozialrechtsabteilung vertreten. Zusätzlich werden regelmäßig Beratungs- und Informationsdienstleistungen durch Experten auf den Gebieten des Kriegsopfer- und Behindertenrechts angeboten. Stolz weist Halbauer auf die aktuellen Beratungszahlen hin: „2015 nahmen 2.166 Burgenländerinnen und Burgenländer dieses Angebot in Anspruch. Weiters unterstützen wir unsere Mitglieder in finanziellen Notlagen mit rascher und unbürokratischer Hilfe und ermöglichen preisgünstige Urlaubsmöglichkeiten in dem KOBV eigenen Erholungshaus und in Vertragshotels im In- und Ausland.“

Johann Petz, dem Obmann der KOBV Ortsgruppe Neusiedl am See
(2. von links), wurde das Verdienstkreuz des Landes Burgenland durch den Landtagspräsidenten Christian Illedits verliehen. © KOBV, Fotograf Peter Tuma

Besonderer Burgenland Bezug

Eine besonders wichtige Einrichtung des gesamten KOBV liegt ebenfalls im Burgenland: Das orthopädische Klinikum SKA Zicksee. Seit 50 Jahren ist es auf Erkrankungen im Bereich des Stütz- und Bewegungsapparates spezialisiert, besonders auf die Rehabilitation von PatientInnen nach der Implantation von künstlichen Hüft- und Kniegelenken. Das Orthopädische Klinikum ist darüber hinaus das größte Zentrum für die Versorgung Amputierter in Österreich. Neben den stationären Rehabilitationsaufenthalten bietet es auch ambulante orthopädische Behandlungen an und hat sich dadurch zu einem wichtigen Zentrum für die orthopädische Versorgung der Bevölkerung im Seewinkel entwickelt. Dieses Angebot nehmen jährlich 3.000 Burgenländerinnen und Burgenländer wahr.

Svoboda betont: „Wir wissen aus langer, eigener Erfahrung um die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen und bieten ihnen ein eigenes Zentrum an, in dem sie bestens behandelt und betreut werden. Als starke Interessenvertretung fordern wir nicht nur von anderen unsere Rechte ein, sondern engagieren uns aktiv für die Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen.“

Goldene Medaillen und Verdienstkreuz des Landes Burgenland
© KOBV, Fotograf P. Tuma

Über den KOBV

Der KOBV – der Behindertenverband ist ein nicht auf Gewinn gerichteter, parteipolitisch und religiös neutraler Verein. Sein Vereinszweck ist die Wahrung, Vertretung und Förderung der Interessen der Kriegsopfer und Behinderten sowie die Mitwirkung an der Erhaltung des Friedens. Der KOBV ist für alle Menschen mit Behinderungen offen – gleich welcher Art und Ursache.

Mit freundlichen Grüßen,

KOBV – Der Behindertenverband