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Erweiterungsbau des Orthopädischen Klinikums
SKA Zicksee feierlich eröffnet

HIER gelangen Sie zu den Fotos der Eröffnung!

Mehr komfortable Einzelzimmer und modernste Technik
direkt an der Uferpromenade

Am 4. Juni 2016 fand im Burgenland in St. Andrä am Zicksee der Ausbau des Orthopädischen Klinikums seinen feierlichen Abschluss. Mit der heutigen Eröffnung übergaben Bundesminister Alois Stöger und Landeshauptmann Hans Niessl in Anwesenheit zahlreicher Festgäste den Erweiterungsbau seiner Bestimmung. Zusätzliche Einzelzimmer inklusive aller erforderlichen Ver-, Entsorgungs- und Technikräume sowie der Neubau der Küche, des Speisesaales und einer Cafeteria mit angeschlossenem Veranstaltungsraum direkt am Zicksee Ufer waren Teil des Projekts.

Das Orthopädische Klinikum SKA Zicksee bringt jährlich über 4.000 PatientInnen Heilung oder Linderung ihrer Beschwerden. Seit 50 Jahren ist es auf Erkrankungen im Bereich des Stütz- und Bewegungsapparates spezialisiert, besonders auf die Rehabilitation von PatientInnen nach der Implantation von künstlichen Hüft- und Kniegelenken. Das Orthopädische Klinikum ist darüber hinaus das größte Zentrum für die Versorgung Amputierter in Österreich. Neben den stationären Rehabilitationsaufenthalten bietet es auch ambulante orthopädische Behandlungen an und hat sich dadurch zu einem wichtigen Zentrum für die orthopädische Versorgung der Bevölkerung im Seewinkel entwickelt.

Sozialminister und Landeshauptmann eröffnen Erweiterungsbau

Bundesminister Alois Stöger erklärt: „Für mich als Arbeits- und Sozialminister ist der Erfolg des Orthopädischen Klinikums SKA Zicksee besonders wichtig, da medizinische Rehabilitation für Menschen in vielen Bereichen eine große Hilfe ist: Sie ermöglicht es, länger gesund im Arbeitsleben zu bleiben, sie fördert soziale Teilhabe und die Möglichkeit auf ein selbstbestimmtes Leben. Umso mehr freut mich, dass im Zuge des Umbaus ein starker Fokus auf Menschen mit Behinderung gelegt wurde. Mein Dank gilt allen voran dem KobV für Wien, Niederösterreich und Burgenland für sein Engagement in den vielfältigen Tätigkeitsbereichen, von der Interessenvertretung bis zur Rehabilitation.“

Der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl führt aus: „Mit fünf Krankenhäusern und einer großen Anzahl an Ärzten gibt es im Burgenland eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau. Daneben haben wir viele hervorragende Einrichtungen, die Spitzenleistungen erbringen. Und dazu gehört die SKA St. Andrä am Zicksee, die seit vielen Jahrzehnten in Fachkreisen und auch bei PatientInnen einen ausgezeichneten Ruf genießt. Das Orthopädische Klinikum ist mit seinen 140 Beschäftigten aber auch ein wichtiger Arbeitgeber im Seewinkel. Es freut mich sehr, dass mit dem Erweiterungsbau zusätzliche Einzelzimmer geschaffen und viele Bereiche des Hauses neu und modern gestaltet werden konnten.“

Aktueller Ausbau bringt PatientInnen mehr Komfort

Um den Bedürfnissen und Wünschen der PatientInnen noch besser zu entsprechen, war ein zentraler Fokus des Erweiterungsbaus mehr Einzelzimmer und zeitgemäßen Komfort anbieten zu können. Gleichzeitig wurde die Bauphase genützt um das Haus mit modernster Technik auszustatten. Auf moderne Technik setzt das Orthopädische Klinikum auch bei ganz privaten Bedürfnissen seiner PatientInnen, denn alle Zimmer sind nun mit einem freien W-LAN-Zugang ausgestattet, damit sie immer zu ihren Angehörigen Kontakt halten können.

Prim. Priv. Doz. Dr. Stephan Domayer, PhD, Ärztlicher Leiter des Orthopädischen Klinikums betont: „Bei der Erweiterung des Hauses wurden die Planungsgrundsätze für Menschen mit Mobilitätsbehinderungen besonders berücksichtigt. Wesentliche Zielsetzung dabei war auch, die Wege möglichst kurz zu halten und eine einfache und eindeutige Orientierung anzubieten. Bei den behindertengerechten Zimmern ist das geforderte Platzangebot sichergestellt. Spezielle Zimmer, die das gemeinsame Wohnen mit einer Begleitperson ermöglichen, stehen ebenfalls zur Verfügung.“

Investition in die Zukunft

Der KobV für Wien, Niederösterreich und Burgenland investierte als Eigentümer 5,5 Mio EUR in den Erweiterungsbau, weitere 1,2 Mio wurden durch eine Förderung der WIBAG – Wirtschaftsservice Burgenland AG beigetragen. „Für uns als privater Behindertenverband war der Erweiterungsbau eine große Anschaffung und eine Investition in die Zukunft. Wir wissen aus langer, eigener Erfahrung um die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen und bieten ihnen ein eigenes Zentrum an, in dem sie bestens behandelt und betreut werden. Als starke Interessenvertretung fordern wir nicht nur von anderen unsere Rechte ein, sondern engagieren uns aktiv für die Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen“, erläutert Mag. Michael Svoboda, Präsident des KobV für Wien NÖ und Burgenland.

Die VAMED war mit dem Ausbau des Orthopädischen Klinikums in St. Andrä/Zicksee beauftragt. „Die Realisierung des Projektes erfolgte während der gesamten Bauphase neben dem laufenden Betrieb. Dies war bei dem 140 Betten umfassenden Klinikum mit jährlich rund 4.000 stationären und ambulanten Patienteninnen und Patienten eine große Herausforderung, die aber in der sehr kurzen Errichtungszeit von knapp zwei Jahren erfolgreich bewältigt werden konnte. In diesem Zusammenhang hat sicherlich auch unsere Erfahrung als Betreiber von eigenen Reha-Einrichtungen dazu beigetragen, rasch ein Verständnis für die Anliegen der Führung des Reha-Zentrums zu schaffen“ berichtet Mag. Gottfried Koos, Vorstand der VAMED AG.

Orthopädisches Klinikum ein regionaler Wirtschaftsfaktor
mit nachhaltigem Ansatz

Das Orthopädische Klinikum ist ein wichtiger Arbeitgeber im Seewinkel, was sich allein schon anhand der Steigerung der Anzahl der Beschäftigten von 99 (2008) auf 140 (2016) darstellen lässt. Die Mehrheit der Beschäftigten (rund 80 %) hat ihren Wohnsitz in der Region und für sie bedeutet der Arbeitsplatz in unmittelbarer Nähe ihres Wohnortes auch eine signifikante Steigerung ihrer Lebensqualität.

Es wird auch großer Wert darauf gelegt, dass der laufende Betrieb in Zusammenarbeit mit heimischen Händlern erfolgt, was zu wesentlichen Einkünften der Unternehmen der Region führt und durch kurze Wege eine umweltschonende und nachhaltige Versorgung mit frischen und gesunden Lebensmitteln gewährleistet.

Bei den Außenanlagen wurde auf eine möglichst naturnahe Gestaltung Wert gelegt. Eine sensible Bepflanzung mit ortstypischen Gewächsen soll die Einfügung ins Landschaftsbild unterstreichen.

Das Orthopädische Klinikum hat auch eine Bedeutung für den Tourismus der Region. „Ehemalige PatientInnen unseres Hauses kehren immer wieder gerne als Urlaubsgäste in diese wunderschöne Gegend zurück“ berichtet Josef Nyikos, der Verwaltungsleiter des Klinikums. „In der neugebauten Cafeteria mit seiner idyllischen Seeterrasse bieten wir nicht nur unseren PatientInnen und deren Begleitpersonen sondern auch TouristInnen und der heimischen Bevölkerung ein umfangreiches Getränke- und Speisenangebot. Schon bisher wurde das damalige Buffet insbesondere von den Gästen des unmittelbar angrenzenden Campingplatzes sehr geschätzt.“ Die Gemeinde St. Andrä am Zicksee erhält auch für die PatientInnen und Begleitpersonen des Klinikums eine Ortstaxe nach dem burgenländischen Tourismusgesetz.

„Dank der hervorragenden medizinischen Betreuung der zugewiesenen PatientInnen genießt das Klinikum einen ausgezeichneten Ruf in Fachkreisen und bei den PatientInnen sowohl im In- als auch im Ausland, sodass auch PatientInnen aus dem Ausland immer wieder auf eigene Rechnung einen stationären Rehabilitationsaufenthalt in Anspruch nehmen“ betont die Pflegedienstleiterin DGKP Gabriele Andert.

Mit freundlichen Grüßen,

KOBV – Der Behindertenverband
1080 Wien
Lange Gasse 53
Tel. 01/406 15 86 - 37
Fax 01/406 15 86 Dw 12
e-mail: kobv@kobv.at