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Coronavirus

Gesundheitsminister Rudolf Anschober hat am 2.4.2020 angekündigt, dass bis Ende der Woche jene Menschen, bei denen im Fall einer Infektion ein besonders hohes Risiko für ihr Leben besteht, nun identifiziert werden.

Stehen solche Personen im Berufsleben, müssen sie wenn möglich Homeoffice machen oder erhalten eine bezahlte Freistellung.

ÄrztInnen entscheiden über Freistellung

Dieses Vorgehen war von der Regierung bereits angekündigt worden. Nun wird es umgesetzt. Konkret wird das von den Krankenkassen über die Medikation erfolgen. Wer einschlägige Medikamente erhält, wird informiert. Besonders schwere Fälle müssen dann ihre ÄrztIn kontaktieren, die über eine bezahlte Dienstfreistellung entscheidet.

Die weniger akut gefährdeten Personen erhalten ein Schreiben ihrer Krankenkasse. Mit diesem sollen sie, so Anschober, zur ArbeitgeberIn gehen und um Homeoffice oder Freistellung nachfragen.

Personen mit „massiv reduzierter Immunabwehr“

Zahl und Kreis der Betroffenen sollen laut Gesundheitsminister Ende der Woche feststehen, nächste Woche beginne man mit der Umsetzung der Maßnahme. Damit könne man „viel Sicherheit für die Betroffenen geben“.

Zur Risikogruppe zählte Anschober ältere Menschen in Pflegeheimen und Pensionistenheimen, wo es mehr Tests und Zugangsbarrieren geben solle.

Die zweite Gruppe sind Personen, die eine „massiv reduzierte Immunabwehr haben“, etwa nach einer schweren Krebserkrankung, nach einer schweren Operation oder einer schweren Diabetes. „Dann wird als nächster Schritt herausgearbeitet: Wer hat das allergrößte Risiko?“

In der praktischen Umsetzung werden sich wohl noch einige Fragen stellen – wir werden Euch darüber informieren.

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