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Der Mensch und sein wahrer Wert

Der Mensch und sein wahrer Wert

Ein Lehrer begann seinen Vortrag damit, dass er einen 20-EURO-Schein hoch hielt und die Teilnehmer fragte: „Wer möchte 20 EURO haben?“

Fast alle Teilnehmer hoben die Hand. Er knüllte den Schein zu einer Kugel zusammen und fragte wieder: „Wer möchte immer noch die 20 EURO?“

Und wieder meldeten sich fast alle.

Nun ließ er den zusammengeknüllten Schein auf den Boden fallen und trat mit den Füßen ein paar Mal auf ihn. Er hob den schmutzigen und völlig zerknitterten Schein auf und fragte: „Und wer will jetzt immer noch die 20 EURO?“ Und wieder meldeten sich fast alle Teilnehmer. Schließlich hatte der Schein ja seinen Wert behalten, auch wenn er vielleicht etwas unansehnlich geworden war.

Manchmal geht es uns wie diesem 20-EURO-Schein. Wir werden fallengelassen. Machen vielleicht Fehler, die uns zusetzen oder es sind Umstände, die uns zusetzen und die wir nicht verhindern konnten. Und wir fühlen uns dabei sogar minderwertig.

Was immer jedoch geschieht, wir verlieren nie unseren Wert als Mensch, genauso wie ein 20-EURO-Schein den Wert nie verliert.

So lange wir uns selbst nicht fallen lassen, indem wir an unserem Wert zweifeln, solange kann nichts und niemand uns etwas anhaben.

Quelle:
L(i)ebe – die Kraft, die uns nach vorne treibt …
Herausgeber und Verleger: gesammelte und eigene Texte,
Layout und Zusammenstellung von Erika Neumayer,
Klein-Pöchlarn, Mühlbachsiedlung 1,
illustriert mit eigenen Bildern von Anny Landstetter, Artstetten, Schlossstraße 2, Druck: flyeralarm.at, Brown-Boveri-Straße 8, 2351 Wr. Neudorf, im Jahr 2011