Schriftgröße

Entgeltschutz

Förderung von Lohn- und Gehaltskosten

Welche Möglichkeiten gibt es?

• Entgeltbeihilfe
• Arbeitsplatzsicherungsbeihilfe
• Eingliederungsbeihilfe
• Lohnförderungen für Lehrlinge
• Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen
• Förderung von investiven Maßnahmen zur Arbeitsplatzadaptierung
• Schulungs- und Ausbildungskosten

Unter welchen Voraussetzungen werden sie gewährt?

Nur bei einem voll sozialversicherungspflichten Arbeitsverhältnis werden Zuschüsse gewährt. Dies bedeutet, dass sich der Lohn/ das Gehalt über der ASVG-Geringfügigkeitsgrenze bewegen muss.

Die arbeits- und sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften sind hierbei jedenfalls einzuhalten.

Für wen gibt es keine Förderung?

Bund, Länder, SozialversicherungsträgerInnen und Arbeitsmarktservice (AMS) dürfen keine Förderung erhalten.

Auch können DienstnehmerInnen, die als Beamte unkündbar sind (z.B. MitarbeiterInnen der Post oder der Telekom Austria) nicht gefördert werden.

ACHTUNG: Auf alle angeführten Förderungen besteht kein Rechtsanspruch!

Entgeltbeihilfe

Hierbei handelt es sich um einen Lohnkostenzuschuss aus den Mitteln des Ausgleichstaxfonds (ATF). Gefördert wird der Bruttolohn der ArbeitnehmerIn mit Behinderung im Ausmaß der behinderungsbedingten Leistungsminderung.

Die Entgeltbeihilfe wird in Höhe der Minderleistung gewährt, beträgt jedoch maximal 50 % des Lohnes bis zu einer Höchstgrenze von EUR 700,- monatlich. Der Antrag auf Entgeltbeihilfe ist jährlich beim Sozialministeriumservice einzubringen.

Arbeitsplatzsicherungsbeihilfe

Auch hierbei handelt es sich um einen Lohnkostenzuschuss aus den Mitteln des Ausgleichstaxfonds.

Ausgenommen davon sind wiederum Bund, Länder, das AMS sowie die SozialversicherungsträgerInnen.

Den Zuschuss können begünstigte Behinderte, aber auch begünstigbare Behinderte und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf erhalten.

Um den Zuschuss zu erhalten, muss eine konkrete Gefährdung des Arbeitsplatzes nachgewiesen werden.

Die Antragstellung ist jährlich durchzuführen, dabei wird durch das Sozialministeriumservice überprüft, ob die Gefährdung weiterhin besteht.

Die Höhe ist maximal 50 % der Bemessungsgrundlage, jedoch höchstes EUR 700,- monatlich für maximal 3 Jahre.

Eingliederungsbeihilfe

Die Eingliederungsbeihilfe, eine vom AMS ausbezahlte Förderung, wird zur Förderung der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen an Unternehmen als Zuschuss zu den Lohnkosten ausbezahlt. Förderbar sind beim AMS vorgemerkte langzeitarbeitslose Personen und solche, die von Langzeitarbeitslosigkeit bedroht sind (das sind insbesondere auch vorgemerkte Personen, mit physischen und/oder psychischen Beeinträchtigungen). Der gewährte Zuschuss kann nach Bundesland und Arbeitsmarktregion variien.

Lohnförderungen für Lehrlinge

Die Lehrstellenförderung des AMS besteht in einem pauschalierten Zuschuss zu den Kosten der Lehrausbildung und wird an das Unternehmen ausbezahlt. Zusätzlich erhalten Unternehmen aus dem Ausgleichstaxfond eine monatliche Prämie für die Beschäftigung von in Ausbildung stehenden begünstigt Behinderten.

Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen

Zur Optimierung bestehender Arbeitsplätze und für die Schaffung von neuen Arbeits-/Ausbildungsplätzen können Zuschüsse oder Sachleistungen gefördert werden (zB für bauliche, technische oder ergonomische Adaptierungen sowie für Abreitshilfen). Sie Arbeits- und Berufsausbildungsassistenz und das Jobcoaching können in Anspruch genommen werden, wenn es konkreter Arbeitsplatz bzw. Arbeits-(Ausbildungsplatz bezogener Unterstützugen inklusive Beratung bedarf.

Schulungs- und Ausbildungskosten

Kosten, die bei externen Schulungen oder Weiterbildungen aufgrund einer Behinderung anfallen, können durch das Sozialministeriumservice übernommen werden. Sofern die Schulung der Sicherung des Arbeitsplatzes dient, können weitere Ausbildungskosten im Ausmaß von 50 % ersetzt werden, auch wenn diese Kosten in keinem Zusammenhang mit der Behinderung stehen.